„Garage“ von Emil Braginsky und Eldar Ryazanov, Zusammenfassung
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Emil Braginskys und Eldar Ryazanovs 1977 entstandenes Stück ist eine Satire, die vollständig in einem abgeschlossenen Raum inmitten der Ausstellungsstücke eines zoologischen Museums spielt. Die Anteilseigner der Genossenschaft sind gezwungen, die ganze Nacht dort zu verbringen, um ihre Streitigkeiten beizulegen. Im Mittelpunkt des Konflikts steht die Notwendigkeit, vier Personen von der Liste der zugelassenen Fahrzeughalter zu streichen.
Das Werk erlangte große Bekanntheit durch den gleichnamigen Film von Eldar Ryazanov, der 1979 in den sowjetischen Kinos erschien. Die Verfilmung war ein Riesenerfolg beim Publikum.
Hauptversammlung und Bekanntgabe der Liste
Die Generalversammlung der Fauna-Werkstatt- und Baugenossenschaft findet im zoologischen Museum des Instituts für Tierschutzforschung statt. Der Vorstandsvorsitzende Sidorin, seine Stellvertreterin Anikeeva und die Sekretärin sitzen am Präsidiumstisch. Zunächst verliest der Vorsitzende monoton einen Finanzbericht. Er führt detailliert die Zerstörung von Bäumen durch Heizöl, die von Anwohnern gepflanzt worden waren, die Zerstörung eines Bauzauns und die Zahlung von Entschädigungszahlungen an. Die Vorstandsmitglieder stimmen wie üblich darüber ab, die Arbeit des Vorstands für zufriedenstellend zu erklären.
Sidorin geht nun zum Hauptpunkt der Tagesordnung über. Das Entwicklungsgebiet wurde aufgrund des Autobahnbaus verkleinert. Die Genossenschaft ist gezwungen, die Anzahl der Garagen zu reduzieren. Durch die Schließung der Reparaturwerkstatt wird ein Parkplatz frei. Vier Fahrzeughalter müssen noch ausgeschlossen werden. Der Vorstand hat bereits Kandidaten vorausgewählt. Sidorin verliest die Namen: Labortechniker Khvostov, wissenschaftlicher Mitarbeiter Guskov, Institutsangestellter Fetisov und der langjährige Mitarbeiter Yakubov.
Die Bekanntgabe der Liste löst sofort Proteste aus. Guskows Frau gerät in Panik. Lautstark wirft sie Anikejewa vor, die Auslandsversetzung ihres Mannes nach Paris veruntreut zu haben. Fetissow gesteht seinen Kollegen, dass er das elterliche Haus mit dem sechs Hektar großen Grundstück verkauft hat, um sich ein Auto zu kaufen. Die Doktorandin Natascha setzt sich für den stummen Chwostow ein und erklärt den Anwesenden den Grund für seine Stummheit. Ein Labortechniker verlor seine Stimme, nachdem er eine kranke Robbe aus eiskaltem Wasser gerettet hatte. Jakubow bezeichnet das Vorgehen der Leitung offen als willkürlich.
Die Ausgeschlossenen fordern eine Erklärung für die Aufnahme von Außenstehenden auf die Liste. Um schnell an knappe Baumaterialien zu gelangen, hatte der Vorstand einige Personen kooptiert. Darunter waren der Sohn eines hochrangigen Beamten, Miloserdov, und die Marktdirektorin Kushakova. Kushakova reagiert barsch auf die Angriffe der Forscher. Sie erläutert anschaulich die Preisunterschiede bei den Fleischstücken am Marktstand. Sidorin lässt abstimmen. Die gehorsame Mehrheit hebt die Hand für den Ausschluss der vier Ausgewählten.
Die verschlossene Tür und der Aufstand der Ausgeschlossenen
Die verärgerten Aktionäre werden aktiv. Der stumme Khvostov legt sich auf den Präsidiumstisch, auf offizielle Dokumente. Ein Laborassistent isst die vom Vorstand genehmigte Liste der Ausgeschlossenen. Die Gruppe will nach Hause gehen, doch die massive Eichentür ist verschlossen. Die Nachwuchswissenschaftlerin Malaeva klettert auf einen Stuhl und verkündet den Anwesenden, dass der Türschlüssel absichtlich gestohlen wurde.
Malaeva appelliert an ihr Gewissen. Sie fordert, dass jedes Genossenschaftsmitglied namentlich und geheim abstimmt. Der Vorstand ist sichtlich empört. Karpushin, Posaunist und Kushakova bestehen auf einer persönlichen Durchsuchung Malaevas. Anikeeva führt daraufhin eine demütigende Durchsuchung ihrer Kollegin durch. Sie findet den Metallschlüssel nicht. Eine Massenschlägerei bricht aus. Die Anteilseigner werfen den Schlüssel von Hand zu Hand, bis er schließlich in den Tiefen des Museums verloren geht.
Die Situation eskaliert schnell. Anikeevas Ehemann klopft laut von draußen an die Tür und versucht, seine Frau zu befreien. Der Bräutigam bittet inständig, nach der standesamtlichen Trauung am Tag zu seiner Frau gehen zu dürfen. Der Vorstand lehnt eine erneute Abstimmung kategorisch ab. Sidorin erkennt die Sinnlosigkeit seines Versuchs, die Eichentür aufzubrechen. Der Vorsitzende breitet eine Zeitung auf dem Boden aus. Er legt einen ausgestopften Sumatra-Makaken unter seinen Kopf und geht ruhig zu Bett.
Nacht im Museum und ein Szenenwechsel
Erschöpfte Forscher lassen sich inmitten der Ausstellungsstücke zur Nacht nieder. Sie ziehen ausgestopfte Ameisenbären und weiße Krähen von ihren Holzsockeln. Diese dienen ihnen als Kissen. In der Dunkelheit finden offene Gespräche statt. Professorin Marina, die Tochter, und Miloserdov, der Sohn des Beamten, tauschen ironische Bemerkungen über das Leben aus. Karpushin teilt seinen Kollegen seine absurden Pläne mit, indische Makaken in die sibirische Taiga umzusiedeln, um dort Zedernzapfen zu sammeln.
Der korrespondierende Abgeordnete Smirnovsky gibt öffentlich zu, zwei Garagen zu besitzen. Aus tiefsitzender Angst, die er in seiner Jugend während der Verfolgung der Genetik entwickelte, scheut er sich, sich gegen seine Vorgesetzten zu stellen. Die Doktorandin Natasha bekennt öffentlich ihre Liebe zu dem Professor und verteidigt ihn verzweifelt gegen Karpushins rüde Angriffe. Karpushin sieht sich gezwungen, sich zu entschuldigen.
Gegen Morgen wird die Museumssitzung fortgesetzt. Smirnowski schlägt vor, die vier Verlierer per Losverfahren zu bestimmen. Der Vorschlag stößt bei den erschöpften Anwesenden auf begeisterte Zustimmung. Kriegsveteran Jakubow drückt tiefe Scham für sein Verhalten vom Vortag aus. Er hatte zuvor zugestimmt zu schweigen, um wieder in die Aktionärsliste aufgenommen zu werden. Fetissow und Chwostow organisieren eine Demonstration mit einem Eimer und einem selbstgemalten Plakat mit der Aufschrift: „Ich werde es euch zeigen!“
Anikeeva versucht, die Leute umzustimmen. Sie verweist auf die enormen Erfolge des Vorstands und die dringende Notwendigkeit, wertvolle Aktionäre zu halten. Kushakova erinnert den stellvertretenden Direktor barsch an eine alte Schuld von 1500 Rubel. Anikeeva droht dem Börsendirektor mit einer Klage. Guskovs Frau, die dem Stress nicht mehr gewachsen ist, verliert vorübergehend die Fassung. Sie nennt Sidorin ihren Ehemann und Karpushin ihren schulpflichtigen Sohn Tolik. Der Posaunist spielt der erschöpften Frau eine herzzerreißende Melodie.
Ein unerwartetes Ende und ein Unentschieden
Plötzlich erlangt der stumme Khvostov seine Stimme zurück. Der starke emotionale Stress gibt dem Labortechniker seine Stimme vollständig zurück. Er fordert eine sofortige Abstimmung über drei Punkte: Die Aktionäre müssen die Günstlinge absetzen, das Leitungsgremium neu wählen und eine faire Auslosung durchführen. Die Versammlung unterstützt Khvostov einstimmig. In diesem Moment klopft Anikeevas Mann erneut an die Tür. Er überbringt seiner Frau die schlechte Nachricht, dass ihr Familienauto gestohlen wurde.
Sidorin durchschaut die rechtliche Lage schnell. Laut staatlicher Satzung kann jemand ohne Auto kein Mitglied einer Garagengenossenschaft sein. Anikeeva verliert ihr Recht auf die gemauerte Garage und verlässt das Gelände. Nun müssen die Anteilseigner nur noch einen Zettel mit einem Kreuz markieren. Damit ist der letzte verbliebene Kandidat ausgeschieden. Khvostov legt die leeren und markierten Zettel vorsichtig in Fetisovs Winterpelzmütze.
Das nervöse Losziehen beginnt. Die Aktionäre ziehen abwechselnd gefaltete Zettel. Der Bräutigam zieht einen leeren Zettel und läuft freudig zu seiner Braut. Die Glückslose werden nacheinander von Malayeva, Sidorin, Karpushin, Guskovs Frau, dem Posaunisten und Fetisov gezogen. Chwostow greift als Letzter in seine Pelzmütze. Er zieht einen leeren weißen Zettel heraus. Genau ein Zettel mit einem Kreuz bleibt in seiner Pelzmütze zurück. Die Aktionäre drehen sich gleichzeitig um und sehen einen dicken Mann. Dieser namenlose Mann hatte die gesamte turbulente Versammlung friedlich neben dem ausgestopften Nilpferd verschlafen.
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